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Update 06.07.2020 ***

Sonja Wenzel

„Kultur auf den Halligen“ läuft an: Die Sicherheit für die Fans ist das Wichtigste

„Kultur auf den Halligen“ ist ein sommerliches Highlight auf der Hallig Langeneß und seit zwölf Jahren eine feste Größe im Jahresablauf vieler Menschen. Doch nun sind durch die Corona-Pandemie Umstände eingetreten, die die beliebte und jedes Jahr mit viel Herzblut organisierte Veranstaltungsreihe fast ins Wanken gebracht haben. Denn: „Wir haben seit Anfang März kein Ticket mehr verkauft“, sagt Veranstalter und Hauptorganisator Malte Jochimsen. „Die Kosten laufen weiter, beispielsweise für Technik, Grafik und Marketing, und die Künstler wurden bereits im letzten Jahr gebucht.“

An oberster Stelle steht die Sicherheit der Gäste

Trotz allem geht es mit „Kultur auf den Halligen“ in diesem Jahr weiter – freilich unter veränderten Voraussetzungen. Von herausragender Bedeutung war dafür die Erarbeitung eines umfangreichen Sicherheitskonzepts. „Die Besucher und Besucherinnen sollen auf Langeneß ein Stück Normalität erleben. Auf jeden Fall müssen sich die Menschen sicher fühlen. Nach den neuen Maßgaben sind höchstens 250 Zuschauer pro Veranstaltung zugelassen“, so Jochimsen. Um ein Stück weit „Normalität“ in Corona-Zeiten herstellen zu können, war im Vorfeld ein enormer Aufwand notwendig: „Zu den Beteiligten, die mit ins Boot geholt werden mussten, gehörten die gebuchten Künstler und Künstlerinnen, die Familie Karau auf Langeneß, die jedem Konzert einen unverwechselbaren Rahmen gibt und die Schiffszubringer-Dienste, insbesondere Heini von Holdt mit der ‚Seeadler‘. Unser Sicherheitskonzept ist darüber hinaus im Dialog mit dem Ordnungsamt Pellworm und dem Gesundheitsamt Husum festgeklopft worden. Sogar vermeintliche Randerscheinungen wie Ebbe und Flut sind in unsere Überlegungen mit eingeflossen.“ So beschreibt Malte Jochimsen die Vielzahl der „offenen Baustellen“, die erledigt werden mussten, bevor überhaupt ein einziges Konzert stattfinden kann.

Verhalten an Bord und in der Gaststätte

Grundsätzlich wird an die Vernunft der Gäste appelliert: „Das heißt Abstände einhalten sowie Mund- und Nasenbedeckung tragen.“ Vor dem Gang an Bord müssen die persönlichen Daten erhoben werden. Während der Überfahrt besteht „Maskenpflicht“, allerdings nur im Salon des Schiffs. Auf Langeneß angekommen, werden die Gäste in kleinen Gruppen bis zum Veranstaltungsort „Hilligenley“ gebracht. An den Tischen in der Gaststätte besteht keine Maskenpflicht, wohl aber bei einem Gang durch die Gasträume, beispielsweise zu den Sanitärräumen. Das Grillbuffet findet zwar in gewohnter Weise statt, doch „enges Schlange Stehen“ und Selbstbedienung werden nicht möglich sein: „Auch hier gelten die Abstandsregeln, und der Teller wird nach Wunsch von den Servicekräften gefüllt.“

Der Schafstall wird „Open-Air“

Bei den anschließenden Konzerten werden an neuralgischen Punkten – wie bei der Taschenaufbewahrung – die Einlasswege markiert sein. Der Schafstall kann am Giebel geöffnet werden. Vor diesen offenen Bereich werden die Pagoden platziert, so dass ein „überdachter Open-Air-Raum“ entsteht. Deshalb besteht während der Konzerte keine Maskenpflicht. „Wir nehmen fortlaufend eine Neujustierung der Sicherheitsmaßnahmen vor“, versichert Malte Jochimsen. „Wenn sich alle an die Regeln halten und besonnen agieren, wird ‚Kultur auf den Halligen‘ auch in diesem Jahr für alle zu einer bleibenden, schönen Erinnerung werden.“

Die Künstler und Künstlerinnen

„Kultur auf den Halligen“ startet am 7. 8. (Freitag) mit den Gruppen „Rapalje“ und „Ganaim“, die Band „Thundermother“ kommt einen Tag später. Am 14. 8. geht es weiter mit Stefan Gwildis, am 22. 8. betreten die „Watt’n Poeten“, bestehend aus Norman Keil, Björn Paulsen und – neu – Nicholas Müller, die Bühne. Alle Fans der „Watt’n Poeten“ haben die einmalige Chance, vorher zusätzlich die „Soul Watt’n Poetinnen“ zu erleben. Die vier aufstrebenden Künstlerinnen Miu, Sarajane, Tokumbo und Seemannstochter werden ein beeindruckendes Konzert geben. An diesem Tag fährt die „Seeadler“ bereits ab 12:00 Uhr ab Schlüttsiel. Gustav Peter Wöhler gibt sich am 4. September die Ehre, Torfrock einen Tag später. Am 6. 9. Kommt Kay Ray. Illegal 2001 tritt am 12. 9. auf und Joachim Witt am 26. September. Die Gruppe „Extrabreit“ hat ihr Kommen auf den 2. Juli 2021 verschoben.

Die Saison 2020 klingt erst im späten Herbst aus

Noch weitere fünf „kleinere“ Termine sind unter dem Titel „Watt’n Herbst – der Schafstall lacht, der Schafstall singt“ in Planung: „Sie sind reserviert für Künstler und Künstlerinnen, die sonst weniger Chancen haben gehört zu werden“, betont Malte Jochimsen. Vorgesehen sind diese Veranstaltungen für maximal 150 Personen, die im Schafstall auf Sitzgruppen verteilt untergebracht werden. Dazu wird es jeweils ein themenbezogenes Buffet geben.


Willkommen bei KULTUR AUF DEN HALLIGEN!

Die Konzertreihe KULTUR AUF DEN HALLIGEN geht im Jahr 2020 bereits in die zwölfte Saison! Wir freuen uns auf zahlreiche Konzerte in der besonderen Atmosphäre der Hallig Langeness. Die buchbaren Termine finden sie im Bereich Termine/Tickets.

Seit 2009 gibt es diese ganz besondere Eventreihe, die es Einheimischen und Urlaubern ermöglicht internationale und nationale Künstler bei exklusiven und sehr intimen Konzerten, Lesungen oder Kabarettabenden zu erleben. So nah am Künstler(in) kommt man selten! „Das Besondere ist, dass man nicht nur ausgezeichnete Abendunterhaltung bucht, sondern vielmehr einen kleinen Kurzurlaub. Gesunde frische Luft, gutes Essen & Drinks, nette Leute und ein schöner kultureller Abend mit einer tollen entspannten Seefahrt – das ist unser Event im Weltkulturerbe Wattenmeer! Me(e)hr geht nicht!…. “, so Projektleiter Malte Jochimsen.

Für die Saison 2020 sind bestätigt:

Illegal 2001Stefan Gwildis, Watt’n Poet*innenExtrabreit, Rapalje, die Gustav Peter Wöhler Band, ThundermotherTorfrock, Joachim Witt & Kay Ray

Die KadH Künstler 2020

Für weitere Information bitte direkt auf den Künstlernamen klicken.

KULTUR AUF DEN HALLIGEN 2020 ERWARTET EUCH!