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Pohlmann

30.06.2017

Pohlmanns neues Album „Weggefährten“ erscheint am 24.03.2017 bei BMG Rights Management. Mit dem Album startet auch wieder eine neue große Tour.

Auf seinem fünften Album kommt ein Ingo Pohlmann daher, der sich auf
allen vorherigen Alben angedeutet hatte, sich aber musikalisch nie
so eindeutig und klar positionieren konnte, wie auf diesem Album.
Alles erwächst dem Blues. Der Blues, das ist die Mama, und der
Sänger das Kind.
Jeder seiner Songs, wenn er auch mal eine Reise zu abgelegeneren
Zweigen unternimmt, erwächst doch dieser Wurzeln, und es macht Spaß
sich hinauf tragen zu lassen, zur Baumkrone, um am Ende wieder mit
dem Boden zu verschmelzen. Es macht Spaß ein Album zu haben, das,
wenn es endet, wie von selbst wieder beginnt .
In einer Zeit, in der Songs auf Klicks ausreiten und viele Lieder
zunehmend der Umgebung ihrer Herkunft entrissen namenlos auf
Playlists umhergeistern, ist dies ein Album, das als Ganzes gesehen
eine völlig eigene Kraft entfaltet. Es beginnt mit dem Trip des
Lebens in Anlehnung an den Film „Stand by me“, als Kind im nahe
gelegenem Wald, vor dem ersten Lagerfeuer, neben dem Elternhaus
Pohlmanns. Und dieses erste Staunen bleibt.
Mit der Zeile „Glaube komm, und führ mich hinters Licht, hier am
Ende meines Tunnels sitze ich und brenne lichterloh“, sind wir in
Gedanken schon bei einer Frage für die es keine Antwort gibt, ein
existenzielles Lebensgefühl sehr wohl.
Aber er stolpert, fällt, hofft und ringt um die Liebe, wie in keinem
seiner Lieder zuvor. Er wird zum Spießer und träumt sich zurück wie
die meisten von uns. Wird im Alter gelassen, findet einen positiven
Ausblick auf die Menschen, was zunehmend schwerfällt, und schließt
die Augen nur um zu erwachen.
Live erlebt man Pohlmann immer als einen Menschen, der erst zum
zerreißen-nervös, manchmal umherirrend die Bühne betritt, und
zunehmend in seiner Musik aufgeht und Platz nimmt. Sicherer wird,
stampft und schreit, und über sich hinauswächst und irgendwann
verschwitzt und selig seine Geschichten erzählt, als säße man
zusammen an der Theke. Das macht jedes seiner Konzerte zu einem
besonderen.
„Ich bin ein Profi im Hobbykeller meines Ursprunges. Nie werde ich
ein Profi, der planvoll eine Show abspielt. Es würde mir zwar dabei
helfen Energie zu sparen und die Nerven zu schonen, und könnte einer
Show durchaus echten Unterhaltungswert bringen - jedoch wäre ich
darin schlecht. Ich habe die meisten meiner Monster gut im Griff,
und die, die mir Streiche spielen, werden am Ende ausgelacht. Jedes
Konzert packen wir aus wie ein Geschenk. Dementsprechend intensiv
wird auch die Musik erlebt und wiedergegeben.“
Mit seinen unfassbar empathischen Mitmusikern, Reiner Hubert, Hagen
Kuhr und nun zum ersten Mal Florian Eilers am Bass, verbindet
Pohlmann eine enge, langjährige Freundschaft mit sichtlich
großem Respekt und Spaß, der auf Bühne ausgelebt wird.

Pohlmann wird am 30.06.2017 live bei Kultur auf den Halligen zu sehen sein.

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